Werner Weihnachtsmarkt ist umweltfreundlicher - aber Plastiktüten sind noch erlaubt

hzWeihnachtsmarkt in Werne

Getränke aus Glasbechern, Beleuchtung mit LED und Holz- statt Plastikgabeln. Der Weihnachtsmarkt in Werne wird umweltfreundlicher. Doch es gibt an einigen Stellen noch Verbesserungspotenzial.

Werne

, 26.11.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Plastiktüten werden auf Weihnachtsmärkten verbannt, in manchen Orten kommt nur noch LED-Beleuchtung infrage und die Pommes gibt es statt in der Plastik- in einer Pappschale. Viele Weihnachtsmärkte werden immer umweltfreundlicher.

Auch auf dem Werner Weihnachtsmarkt, der vom 6. bis 15. Dezember steigt, gehen die Beschicker bewusster mit dem Thema um. Und das ist auch so vorgesehen. „Wir haben einige wesentliche Punkte vertraglich festgehalten, damit alles in richtige Bahnen läuft. Den Vertrag muss jeder Beschicker unterschreiben“, erklärt David Ruschenbaum aus dem Stadtmarketing.

Möglichst wenig Müll auf dem Werner Weihnachtsmarkt

Demnach verpflichten sich die Beschicker, möglichst auf Kunststoff- und Einweggeschirr zu verzichten und unnötigen Müll zu vermeiden. Vorbildlich gibt es beim Würstchenstand von Christian Schlunz etwa nur noch Gabeln aus Holz statt aus Plastik, erzählt Ruschenbaum. Und Getränke gibt es seit Jahren nur aus Gläsern, inklusive Pfand.

Seit zwei Jahren weist der Veranstalter die Beschicker auf den umweltfreundlichen Umgang auf dem Weihnachtsmarkt hin. Vorlagen gibt es bislang noch nicht, so Ruschenbaum. Die Beschicker würden aber auch selbst immer bewusster mit dem Thema umgehen. „Es läuft gut. Jeder Beschicker ist darauf bedacht, weniger Abfall - vor allem Verpackungsmaterial - zu produzieren“, sagt Ruschenbaum.

Werner Weihnachtsmarkt ist umweltfreundlicher - aber Plastiktüten sind noch erlaubt

An dem Stand von Christian Schlunz gibt es die Currywurst nur noch mit Gabeln aus Holz statt mit Plastik. © Felix Püschner (A)

Veranstalter justieren noch einmal nach

Und der Veranstalter schaut genau hin, um möglicherweise nachzujustieren. „Nach jedem Weihnachtsmarkt klären wir in unserer Nachbesprechung, an welchen Stellen wir noch Müll vermeiden können“, so Ruschenbaum.

Verbesserungspotenzial gebe es beispielsweise beim Thema Strohhalm aus Plastik. Da gebe es noch den einen oder anderen Beschicker, der Getränke mit einem nicht-umweltfreundlichen Strohhalm verkauft. Auch der Gebrauch von Plastiktüten werde in diesem Jahr betrachtet.

Weihnachtsmarkt-Tüte aus Papier kommt vielleicht 2020

Seit diesem Jahr gilt ein Verbot der umweltschädlichen Tüten auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt. So weit ist man in Werne noch nicht. „Wir haben noch keine Weihnachtsmarkt-Tüte aus Papier. Aber vielleicht überlegen wir uns das für nächstes Jahr“, sagt Ruschenbaum.

Einen Schritt weiter ist man bei der Beleuchtung. Die neuen sogenannten Ice Lites, die die Innenstadt schmücken, sowie die Beleuchtung rund um den Weihnachtsmarkt sind aus LED. „Das ist zeitgemäß. Wir gucken, dass die Beleuchtung nicht mehr so viel Strom frisst“, erklärt Ruschenbaum.

Umweltbewusst handelt auch derjenige Besucher, der statt mit dem Auto mit dem Bus anreist. Ein spezielles Angebot der VKU (Verkehrsgesellschaft Kreis Unna) gebe es aber nicht. Bislang war es ausreichend, so Ruschenbaum.

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