Werner Altstadt: 500 Jahre altes Haus wird saniert

Burgstraße 13

Fast jeden zweiten Tag fährt Ilir Krasniqi, neuer Eigentümer der Burgstraße 13, an dem „Sorgenkind“ der Werner Altstadt vorbei. Er hat es erworben und mit der Entkernung des denkmalgeschützten Gebäudes begonnen, das bald drei Wohnungen beherbergen soll. Wir haben uns das Haus angesehen und Fotos mitgebracht.

WERNE

, 09.03.2017, 05:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ilir Krasniqi hat sich der Burgstraße 13 angenommen. Das 500 Jahre alte Gebäude wird saniert.

Ilir Krasniqi hat sich der Burgstraße 13 angenommen. Das 500 Jahre alte Gebäude wird saniert.

„Ich lege großen Wert darauf, dass es hier vorangeht“, sagt Ilir Krasniqi. Auf diese Baustelle habe er ein besonderes Auge. Viele seiner Mitstreiter aus dem Baugeschäft hätten ihn vor dem Kauf des historischen Fachwerkgebäudes (1586 urkundlich erwähnt) gewarnt.

Tatsächlich befindet es sich in einem sehr schlechten Zustand, wie er im Gespräch mit unserer Redaktion feststellt. „Der Schaden an den Außenwänden ist größer als ich dachte.“ In den vergangenen Wochen hat er für di e Entkernung des zweigeschossigen Gebäudes, das sich bis zur Westmauer hinzieht, 20 Container mit Bauschutt abfahren lassen.

Statik-Pläne werden geprüft

Momentan ruht die Baustelle allerdings, denn der Bauherr wartet auf die Genehmigung der eingereichten Pläne zur Statik. Er rechnet mit dem Bescheid innerhalb der nächsten drei bis vier Wochen. „Sobald der Bescheid da ist, wird es ernst“, meint er. „Dann fängt es erst mal richtig an.“

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Das denkmalgeschützte Gebäude an der Burgstraße 13 nach seiner Entkernung

Die Entkernungsarbeiten des denkmalgeschützten Gebäudes an der Burgstraße 13 haben begonnen.
08.03.2017
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Das 500 Jahre alte Gebäude an der Burgstraße wird saniert.© Foto Helga Felgenträger
In den vergangenen Wochen hat der Bauherr das Gebäude entkernt und mindestens 20 Container mit Bauschutt abgefahren.© Foto Helga Felgenträger
Der Zahn der Zeit hat an dem Gebäude Spuren hinterlassen.© Foto Helga Felgenträger
Im großen Stil muss das marode Fachwerk saniert werden.© Foto Helga Felgenträger
Der Zahn der Zeit hat auch im Innern starke Spuren hinterlassen.© Foto Helga Felgenträger
Ilir Krasniqi hat sich der Burgstraße 13 angenommen. Das 500 Jahre alte Gebäude wird saniert.© Foto Helga Felgenträger
Im großen Stil muss das marode Fachwerk saniert werden.© Foto Helga Felgenträger
Ilir Krasniqi hat sich der Burgstraße 13 angenommen. Das 500 Jahre alte Gebäude wird saniert.© Foto Helga Felgenträger
Im großen Stil muss das marode Fachwerk saniert werden.© Foto Helga Felgenträger
Die blaue Plane hatte das seit Jahren leer stehende Gebäude geschützt.© Foto Helga Felgenträger
Im großen Stil muss das marode Fachwerk saniert werden.© Foto Helga Felgenträger
Für jedermann sichtbar hängen die Baupläne an der Fassade.© Foto Helga Felgenträger
Im Innern ist das Fachwerk stark beschädigt.© Foto Helga Felgenträger
Im großen Stil muss das marode Fachwerk saniert werden.© Foto Helga Felgenträger
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Alle vier bis sechs Wochen trifft sich der Lüner Bauunternehmer mit dem Planungs- und Bauamt der Stadt Werne zur Baubesprechung. „Wir stehen im regen Austausch“, sagt er. Alle Beteiligten seien froh, für das historische Gebäude, das zu verfallen drohte, eine Lösung gefunden zu haben. Schon mehrere Gebäude hat der Unternehmer in Werne hochgezogen – zuletzt den Neubau an der Burgstraße 5. Allerdings sei es seine erste große Sanierung.

Förderung ist noch ungewiss

Finanziell sei er kein Wagnis eingegangen, betont er. „Wir werden viel in Eigenleistung machen.“ Er rechnet mit knapp 400.000 Euro Baukosten. Ob es vom Westfälischen Amt für Denkmalpflege eine Förderung für die Fassaden-Sanierung gibt, auch darauf verlasse er sich nicht. Hier steht er ebenfalls im ständigen Kontakt mit der Chefin des Bauordnungsamtes, Monika Geißler. „Mal schauen“, meint er. Maximal mit 6000 Euro Fördergeld rechne er.

Drei Mietwohnungen
Das Gebäude, das 1586 erstmals urkundlich erwähnt wurde, steht unter Denkmalschutz. Architekt Lothar Steinhoff hat die Planung für das Stadthaus mit drei Wohnungen übernommen. Die Wohnung im Erdgeschoss mit Freisitz zur Westmauer verfügt über 113 Quadratmeter Wohnfläche und die beiden Obergeschoss-Wohnungen (zwei Ebenen) über 65 und 67 Quadratmeter.

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