Werner Chöre singen beim Neujahrskonzert Weihnachtslieder aus aller Welt

Musica Sacra Westfalica

Besinnlich war das Neujahrskonzert der Stiftung Musica Sacra Westfalica. Instrumentaler Teil und gemeinsamer Chor-Auftritt endeten in begeistertem Applaus.

Werne

, 02.01.2019 / Lesedauer: 3 min
Werner Chöre singen beim Neujahrskonzert Weihnachtslieder aus aller Welt

Die Stiftung Musica Sacra Westfalica hatte zum Neujahrskonzert eingeladen. © Elvira Meisel-Kemper

Im Rhythmus des Kirchenjahres dominierte am Neujahrstag noch die Weihnachtszeit. Deshalb lockte die Stiftung „Musica Sacra Westfalica“ in die katholische Pfarrkirche St. Christophorus – mit einem Neujahrskonzert, das unter dem Motto „Musik an der Krippe“ an diesem Tag ganze Besucherströme in Bewegung gesetzt hatte.

Pfarrdechant Jürgen Schäfer als Hausherr und Norbert Wenner, Mitglied des Stiftungsvorstandes, ließen es sich deshalb nicht nehmen, das Neujahrskonzert mit ein paar Grußworten einzuleiten.

„Das Besondere ist, dass Sie heute Freunde und Angehörige als Sänger oder Musiker erleben können“, markierte Wenner eine Auffälligkeit dieses Konzerts. Dazu zählte er auch die Möglichkeit, das Konzert in diesem historischen Kirchenraum stattfinden lassen zu können.

Instrumentaler Teil hoch oben auf der Orgelempore

Die Bläser von „Problech“ unter der Leitung von Joachim von Haebler und Hans-Joachim Wensing an der Orgel gestalteten den ersten rein instrumentalen Teil von der Orgelempore aus.

Ganz in der Tradition von Johann Sebastian Bach bewegte sich das Werk „Grand Choeur“, das Eugène Gigout um 1900 komponiert hatte. Ein Leitmotiv durchzog dieses Werk, welches immer wieder im besonderen Dialog der Orgel mit der Solotrompete und einer solistischen Posaune virtuos herausgearbeitet wurde. Die „Sonata pian‘ e forte“ von Andrea Gabrieli versetzte die Besucher sodann in die Zeit der italienischen Renaissance.

Werner Chöre singen beim Neujahrskonzert Weihnachtslieder aus aller Welt

Die Musiker von „Problech“ auf der Orgelempore. © Elvira Meisel-Kemper

Charles Marie Widor schrieb ein ganz anderes Werk im Jahr 1916 für Blechbläser und Orgel. „Salvum fac populum tuum“ nannte er dieses Stück, das er mitten im Ersten Weltkrieg schrieb in der Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende. Als ein Zeichen wertete er, dass während des Schreibens ein Granatsplitter auf den Tisch fiel.

Elemente eines Marsches, häufige Wechsel von C-Moll zu H-Dur und C-Dur im triumphalen Ausklang machten dieses Werk zu einem spannenden Erlebnis. Virtuos meisterten die Musiker auch diese Herausforderung. Mit Gustav Mahlers „Symphonischem Finale“ beendeten sie den ersten Teil.

Weihnachtslieder aus aller Welt

Im zweiten Teil traten die vier Werner Chöre „Gospelchor Life Line“, „Singing Ladies“, „Vocapella“ und „Voices from Heaven“ unter der Leitung von Dagmar Borowski-Wensing und begleitet von den Musikern von „Problech“ zusammen im Chorraum auf. Jörg Segtrop hatte für diesen gemeinsamen, symphonischen Auftritt die Arrangements geschrieben. Der Glanz der Kerzen und der weihnachtlichen Lichterbäume verstärkte die festliche Wirkung dieses Konzertteils.

Werner Chöre singen beim Neujahrskonzert Weihnachtslieder aus aller Welt

Im zweiten Teil traten die vier Werner Chöre „Life Line“, „Singing Ladies“, „Vocapella“ und „Voices from Heaven“ unter der Leitung von Dagmar Borowski-Wensing auf. © Elvira Meisel-Kemper

„Tochter Zion“, „Als die Welt verloren“, „Joy to the World“ bis hin zu „Zu Bethlehem geboren“ und „O du fröhliche“ spannten Musiker und Sänger den musikalischen Bogen der Weihnachtslieder aus aller Welt.

Zum Schluss sangen und musizierten alle Akteure zusammen mit der Gemeinde einen Auszug des Liedes „Vom Himmel hoch“, der zum Neujahrstag passte. Begeisterter Applaus belohnte die Chöre und die Musiker.

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