Erdbeer-Feld leer gepflückt - Früchte müssen erst nachreifen

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Viele Werner haben über Pfingsten selbst Erdbeeren gepflückt. Einige Erdbeerpflanzen brauchen nun sogar eine kurze Pause. An anderer Stelle gibt es jetzt eine Mindestabnahme. Mit gutem Grund.

Werne

, 03.06.2020, 10:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das sonnige Wetter über Pfingsten hat viele Menschen in Werne auf die Erdbeerfelder gelockt. Selbst pflücken statt im Schälchen kaufen war die Devise. Diese Form der Direktvermarktung war auf den Feldern von Hof Schulze Twenhöven sogar so beliebt, dass die Erdbeerfelder jetzt für ein paar Tage geschlossen bleiben müssen.

„Die roten Beeren sind alle weg. Jetzt brauchen die Pflanzen ein paar Tage um wieder nachreifen zu können“ sagt Rita Schulze Twenhöven am Dienstag (2.6.) auf Anfrage unserer Redaktion. Sie schätzt, dass es ab Freitag wieder losgehen kann.

Viele Pflücker auch in der Corona-Krise

Beliebt, so der Eindruck, sei das Pflücken bei Familien, die über Pfingsten nicht in den Urlaub gefahren sind. Möglicherweise aufgrund der Corona-Pandemie, wegen der viele Urlaubspläne über den Haufen geworfen worden sein dürften. „Ich glaube, viele haben sich darüber gefreut, wieder an die frische Luft zu kommen und etwas zu unternehmen“, so Schulze Twenhöven weiter. Das Kilo Erdbeeren wird laut Schulze Twenhöven zu marktüblichen Preisen verkauft, die sich täglich ändern können.

Rita Schulze Twenhöven kümmert sich um ihre Erdbeerpflanzen. Über Pfingsten waren so viele Kunden zum Pflücken auf dem Feld, dass die Erdbeerpflanzen jetzt ein paar Tage Pause brauchen.

Rita Schulze Twenhöven kümmert sich um ihre Erdbeerpflanzen. Über Pfingsten waren so viele Kunden zum Pflücken auf dem Feld, dass die Erdbeerpflanzen jetzt ein paar Tage Pause brauchen. © Nitsch

Die süßen roten Früchte selbst zu ernten ist aber auch so seit Jahren ein beliebter Trend. „Wir haben immer sehr viel Zulauf“, sagt Katharina Laurenz vom Hof Schulze Blasum. Ob es aufgrund der Corona-Pandemie jetzt mehr sind als sonst, könne sie nicht sagen.

Mindestabnahme gegen Vielfutterer

Wohl aber, warum das Erdbeeren Pflücken so beliebt ist. „Es ist ja auch immer damit verbunden, ein paar Erdbeeren zu probieren“, sagt Laurenz. Ein von den Anbietern gewollter Bonus, von dem manche Kunden aber zu viel Gebrauch machen.

Deshalb gilt bei Schulze Blasum seit Pfingstmontag eine Mindestabnahme von einem Kilogramm für jeden Pflücker ab 16 Jahren. Wieder einmal. Diese Regelung hatte der Familienbetrieb vor zwei Jahren bereits einmal eingeführt. „Wir müssen das leider wieder so handhaben“, sagt Laurenz dazu. Man müsse, bei allem Verständnis für das Probieren, auch an die Einnahmen denken. Sich beim Pflücken den Bauch vollschlagen und dann mit eine paar Alibi-Erdbeeren zur Waage zu kommen, das gehe eben nicht. Das Kilo Erdbeeren kostet hier 5 Euro bis 5 kg, 4,50 Euro bei Abnahme von 5 bis 10 Kilogramm und ab 10 Kilogramm 4 Euro. Stand 1. Juni.

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Verständnis von Kunden gibt es für diese Maßnahme zumindest unter dem Beitrag auf ihrer Facebook-Seite. Auch hier gibt die Familie die Mindestabnahmeregel bekannt.

Auch die Corona-Pandemie bleibt nicht vor den Erdbeerfeldern stehen. Eine Maskenpflicht gibt es zwar nur am Stand bei der Einwaage. Auf dem Feld sollten aber auch die Abstandsregeln eingehalten werden. Bei Schulze Blasum gibt es laut Laurenz zusätzlich einen Einweiser, der darauf achtet, dass sich nicht zu viele Selbstpflücker auf dem gleichen Feldabschnitt bewegen.

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