Wernes bester Bürgermeister steht fest - und zwar eindeutig

hzWahl bester Bürgermeister

Wer ist Wernes bester Bürgermeister der vergangenen drei Jahrzehnte? Das wollten wir von Ihnen wissen. Und Sie haben eine Antwort gegeben. Eine eindeutige Antwort.

Werne

, 03.09.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Acht Bürgermeister haben die Kleinstadt Werne seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges regiert. Vier von ihnen leben noch. Wir wollten von Ihnen wissen: Wer aus diesem Quartett hat für Werne am meisten bewirkt, wer war der beste Bürgermeister.

Zehn Tage lang hatten Sie, liebe Leserinnen und Leser, die Möglichkeit, im Internet abzustimmen oder uns per Mail oder Postkarte ihre Wahl mitzuteilen. Davon haben sie fleißig Gebrauch gemacht. Insgesamt gingen 580 Stimmen ein.

Die weitaus meisten davon über unser Internet-Portal ruhrnachrichten.de/werne. Die Abstimmung war so programmiert, dass pro Endgerät (Smartphone, Computer, Tablet) nur eine Stimme abgegeben werden konnte. So wollten wir „Klick-Orgien“ vermeiden.

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Wer steht denn nun an der Spitze dieser Umfrage? Es ist der Mann, dessen Amtszeit am weitesten zurückliegt. Alt-Bürgermeister Willi Lülf konnte fast die Hälfte aller Stimmen (49 Prozent) auf sich vereinen. Ein rundes Viertel der Stimmen erreichte Rainer Tappe. Die restlichen 25 Prozent teilen sich der aktuelle Bürgermeister Lothar Christ (14) und Meinhard Wichmann (11 Prozent).

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Unsere Abstimmung sorgte seit der Veröffentlichung am 24. August für viel Gesprächsstoff in der Stadt, auch für kritische Anmerkungen. Ein Hauptargument: Man könne die Position eines ehrenamtlichen BM, wie es noch Willi Lülf war, nicht mit der eines Hauptamtlichen (wie seine drei Nachfolger) vergleichen.

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Genau das hatten wir aber zwischenzeitlich auch bereits erwähnt, dass es hier nur eine bedingte Vergleichbarkeit gibt. Ebenso kam der Einwand des zeitlichen Abstandes. Wessen Amtszeit länger zurückliegt, an den erinnert man sich am wenigsten. Was in diesem Falle das Ergebnis schon eindrucksvoll widerlegt hat.

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Andere Argumente zielten auf die unterschiedlich langen Amtszeiten wie auch auf die Position des Amtsinhabers Lothar Christ. Denn einem amtierenden Stadtoberhaupt lastet man gewöhnlich mehr Fehlentwicklungen an als seinen Vorgängern. Deren Amtszeit sieht man oft im milden Licht des zeitlichen Abstands und vergisst darüber deren Fehlschläge.

Kommentar von Redaktionsleiter Jörg Heckenkamp:
  • Die Frage „Wer ist der beste Bürgermeister“ Wernes ist sicherlich etwas zugespitzt. Deswegen schrieben wir zusätzlich den Passus dazu, „wer am meisten für Werne bewirkt“ hat. Die Abstimmung führt ausgerechnet der Mann mit einem eindeutigen Votum von fast 50 Prozent an, dessen Amtszeit am längsten zurückliegt.
  • Willi Lülf (81), ist der älteste der vier noch lebenden Bürgermeister Wernes. Er bekleidet das Amt allerdings auch mit Abstand am längsten. 13 Jahre, von 1984 bis 1997 prägte er die Geschicke der Stadt. Nachfolger Meinhard Wichmann (1997 bis 2004) brachte es auf sieben, Rainer Tappe (2004 bis 2009) nur auf fünf Jahre. Amtsinhaber Lothar Christ regiert seit 2009, also zehn Jahre.
  • Ich glaube, mehrere Faktoren führten zu Lülfs guter Bewertung durch die Bürger: auch wenn seine Bürgermeister-Zeit schon lange zurückliegt, ist er in den Jahren danach immer noch stark präsent gewesen. Noch heute engagiert er sich unter anderem im Heimatverein Werne.
  • Außerdem wusste sich Lülf, schon allein ob seiner Größe und imposanten Erscheinung, gut in Szene zu setzen. Schließlich verkörpert er den Typus des durchsetzungsstarken, bisweilen auch herrischen Politikers mit ausgesprochenem Machtinstinkt, der etwas für die Stadt bewegt hat.
  • Ein Politiker-Typus, der heute nur noch selten zu finden ist. Das gefällt offenbar den Wernern.
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