Wernes Reiselust ungebrochen

Sommerferien

WERNE Sommerzeit heißt Urlaubszeit – zumindest für die meisten Deutschen. Haben die Werner im Jahr der Finanzkrise Lust und das Geld, zu verreisen? Was ist ihr beliebtestes Reiseziel 2009? Wir haben uns in den Werner Reisebüros umgehört.

von Von Jasmin Al-Malat

, 09.07.2009, 14:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ähnliche Zahlen verzeichnet das Reisebüro Wagner in Werne: 26,3 Prozent der Kunden verbringen ihren Urlaub in der Heimat. Wenn die Temperaturen steigen, entscheiden sich viele Werner für das Reiseziel Deutschland. „An der Nordsee ist bereits alles ausgebucht“, bestätigt Inhaberin Heidrun Wagner-Peters. „Die Flugzeugabstürze in der letzten Zeit schüren die Angst, und die Menschen machen lieber in Deutschland Urlaub. Kreuzfahrten auf Rhein, Mosel und Donau stehen deswegen bei uns ebenfalls hoch im Kurs.“

Das Mittelmeer ist und bleibt beliebt: Spanien und Italien liegen auf der Beliebtheitsskala von 2008 auf Platz eins und zwei. Das bestätigt auch Thomas Kaufmann vom Reisebüro Schulze am Griesetorn: „Die Werner fliegen dieses Jahr, wie immer, am liebsten nach Spanien, in die Türkei oder nach Griechenland.“ Trotz der großen Beliebtheit der Deutschland-Reisen hat Spanien die Nase vorn: „Ein Vier-Sterne-Hotel in Spanien kann bis zu 20 Prozent günstiger sein als ein gleichwertiges Hotel in Deutschland“, sagt Kaufmann.

 Aufgrund der Finanzkrise schauen die Werner offensichtlich genau auf die Preise, insbesondere Familien mit Kindern suchen gezielter nach günstigen Angeboten. „Es wurde viel 'last minute' gebucht, weil es einfach billiger ist“, sagt Dorothee Wiewel vom gleichnamigen Reisebüro. Städtereisen erfreuen sich dagegen keiner großen Beliebtheit mehr. „Städtefahrten wurden immer als Zweiturlaub gebucht. Im Vergleich sind diese Reisen aber teuer. Da fällt die Städtereise lieber aus und man spart auf einen 'großen' Urlaub.“

Trotzalledem: Die Reiselust ist ungebremst, und es wird gut gebucht. „Die Krise ist an uns vorbeigegangen. Allerdings ist die Reisedauer von 14 auf durchschnittlich zehn Tage zurückgegangen“, sagt Heidrun Wagner-Peters. Das bestätigt auch das Reisebüro Lunemann, allerdings sind Deutschland-Reisen bei ihnen weniger gefragt.

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