Stadt bietet Werner Eltern und Kindern eine Alternative zu Wernutopia 2020

Ferienprogramm für Kinder

Die Kinderstadt „Wernutopia“ wird es 2020 wegen der Corona-Krise nicht geben. Allerdings hat die Stadt inzwischen eine Alternative erarbeitet. Die wird voraussichtlich mehrere Nummern kleiner ausfallen.

Werne

, 29.05.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Kinderstadt Wernutopia wird es 2020 in Werne nicht in ihrer gewohnten Form geben. Die Stadt hat angesichts der Corona-Krise aber eine Alternative in petto.

Die Kinderstadt Wernutopia wird es 2020 in Werne nicht in ihrer gewohnten Form geben. Die Stadt hat angesichts der Corona-Krise aber eine Alternative in petto. © Verena Schafflick

Die Kinderstadt „Wernutopia“ galt in den vergangenen Jahren als Garant für die Bespaßung der kleinen Werner Bürger. In diesem Jahr - so hatte es die Stadt kürzlich bereits in einem Schreiben an die Eltern verkündet, die ihre Sprösslinge vorgemerkt hatten - fällt Wernutopia corona-bedingt ins Wasser.

Gänzlich verzichten müssen Eltern auf ein Betreuungsangebot für ihren Nachwuchs allerdings nicht. Während die Stadt kürzlich in einem Schreiben an die Erziehungsberechtigten die Absage von Wernutopia verkündet hatte, skizzierte Jugendamtsleiter Maik Rolefs in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am Donnerstag (28. Mai) eine Alternative zur Kinderstadt. Man stehe im Austausch mit den Trägern der Offenen Ganztagsbetreuung und den Werner Grundschulen und sei nun in der Lage, den Kindern „ein eingeschränktes Programm an drei Standorten“ zu bieten. Gemeint sind die Kardinal-von-Galen-Schule, die Uhlandschule und die Wiehagenschule.

OGS-Kinder haben beim Werner Ferienangebot Vorrang

„Wir haben den Anspruch an uns, ein hochwertiges pädagogisches Angebot zu schaffen. Und das wird uns auch gelingen“, versicherte Rolefs. Wie genau das letztlich aussehen wird, ist noch unklar. Gleiches gilt für die Zahl der Plätze. Die hängt auch von der räumlichen und personellen Situation in den Schulen ab, die noch eruiert werden muss. Bei großer Nachfrage könnte die Stadt womöglich zusätzliches Personal für die Betreuung zur Verfügung stellen.

Das Angebot richtet sich zunächst in den ersten drei Ferienwochen (29. Juni bis 17. Juli) an die Grundschüler, wobei OGS-Kinder Vorrang haben. In den zweiten drei Ferienwochen (20. Juli bis 7. August) plant die Stadt darüber hinaus ein Angebot für Fünft- und Sechstklässler in Form einer Notbetreuung.

Ferienprogramm als „Ersatz“ für das Straßenfestival?

„Wir werden es nicht schaffen, 150 Kinder auf einem Schulhof spielen zu lassen“, sagte Rolefs. Das sei der aktuellen Corona-Situation und den damit verbundenen Sicherheitsmaßnahmen geschuldet. Diese bittere Pille müsse man jetzt schlucken.

Allerdings sieht der Jugendamtsleiter das Ferienangebot für die Kinder auch als Chance - mit Blick auf bereits abgesagte Veranstaltungen wie das Straßenfestival. Die Kinder könnten im Rahmen des Ferienangebots „Fähigkeiten erarbeiten und dann später vielleicht auch etwas davon vorführen.“ Eine Art Straßenfestival des Nachwuchses sozusagen - mit Jongleuren und Co., die dann halt nur nicht aus weit entfernten Ländern anreisen, sondern aus den Werner Schulen.

Über den weiteren Verlauf der Planungen will die Stadt Eltern und Kinder auch auf ihrer Homepage auf dem Laufenden halten.

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