Zwar-Nähgruppe wächst: „Wir haben die Aussteuer von halb Werne verarbeitet“

hzEhrenamtliche Maskennäher

Die Nähgruppe der Zwar-Vereinigung näht für den guten Zweck: Aktuell produziert sie tausende Mundschutzmasken. Davon profitieren soziale Einrichtungen, das Krankenhaus und Privatpersonen.

Werne

, 07.05.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Zwar-Gruppe „Nähen...Gutes tun“ hat in den vergangenen Wochen ehrenamtlich tausende Mund-Nasen-Masken genäht. Viele neue Helfer sind seit der ersten Berichterstattung dazu gekommen. Von ursprünglich 10 ist die Gruppe auf über 50 Helfer angewachsen. Die kommen nicht nur aus Werne: Die helfenden Hände nähen in Bergkamen, Kamen, Lünen, Cappenberg, Bönen, Seppenrade, Selm, Südkirchen und Münster wie am Fließband für den guten Zweck.

Über 6000 Masken hat die Gruppe bereits genäht - wie viele es genau waren, kann die Initiatorin Marlies Förster nicht mehr zählen. An das Krankenhaus gingen etwa 1500 Masken. Der Freiwilligen Feuerwehr, dem Wohnheim und den Wohngruppen der Kinderheilstätte Nordkirchen, der Caritas, pflegenden Angehörigen, dem betreuten Wohnen, Schulen und einigen Firmen und Geschäften vor Ort konnten bereits Masken zur Verfügung gestellt werden.

Riesige Spendenbereitschaft in Werne

Auch Privatpersonen profitieren von der unermüdlichen Arbeit der Näherinnen: Mehr als 1500 Masken wurden bereits kostenlos in den beiden Apotheken von Julia Matlachowsky (Apotheke am Steinhaus, Apotheke am Solebad) ausgegeben. In der jüngsten Vergangenheit hat die Gruppe eine Menge Hilfe erfahren. Die Spendenbereitschaft bezüglich Wäsche und Gummibändern war enorm. Auch aus der Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) durfte sich die Gruppe bedienen.

In den Wohnungen türmten sich die Wäscheberge. Ein Gruppenmitglied schrieb in die WhatsApp-Gruppe: „Ich glaube, wir haben die Aussteuer von halb Werne verarbeitet“. Das Spendenaufkommen war so hoch, dass damit weitere soziale Projekte unterstützt werden können. So hat die Gruppe bereits jeweils 500 Euro an die Jugendhilfe Werne und an die ambulante Hospizgruppe Werne weitergegeben.

Maskenprojekt neigt sich dem Ende

Aufgrund der aktuellen Corona-Lage kennen sich die meisten Mitglieder noch nicht untereinander. „Das Projekt hat uns zusammen geschweißt, ohne dass wir uns persönlich kennen“, so die Initiatorin der Gruppe. Sie freut sich auf den Tag, an dem sich die Gruppe endlich wieder treffen darf. „Danke an alle, die uns durch Sach- und Geldspenden unterstützt haben, und somit das Projekt ‚Mund-Nasen-Masken‘ erst möglich gemacht haben“, schreibt die Gruppe in ihrer Pressemitteilung.

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Nun neigt sich das Projekt dem Ende hinzu. Die restlichen Stoffspenden werden noch verarbeitet. Dann möchte sich die Zwar-Gruppe wieder ihren bisherigen Projekten wenden, beispielsweise dem Nähen von Mützen für Krebskranke. Weiterhin freut sich die Gruppe über neue helfende Hände. Auf der Internetseite der Gruppe (www.zwar-werne.de/naehen) gibt es alle Infos für Interessenten.

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